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Mittwoch, 28. Juli 2021

Regnet schon wieder

Breaking News

+++ Es regnet, aber ich finds gut, den Wiesen gefällts +++
+++ Olympia und (fast) keiner schaut zu +++
+++ 2 Bands, und 2 Fussballmanschaften zum Coachen +++
+++ bald Sommerferien, wahrscheinlich wieder quasi zu Hause +++

Das Jahr 2020 habe ich geflissentlich übergangen.

Nachtrag 03.08.2021: mittlerweile schaue zumindest ich wieder Olympia

Montag, 11. Februar 2019

Gitarre Fender Stratocaster Elite

Test Bericht Review

Nachdem ich die vergangenen Wochen um Fenders neuere Modelle wie Performer und Professional herumgeschlichen bin, hab ich bei einem Musikhaus im Süden Bayerns zugeschlagen und eine Retoure Model ELITE online für ein wenig mehr als EUR 1500,- ergattert, normal kosten die Dinger 1800 und mehr.

Im sicheren Gefühl meinem noch eigentlich überschaubaren Gitarren-Fuhrpark eine wahre Granate hinzugefügt zu haben, wurde ich leider enttäuscht. Ich wollte einen Alles-Könner, also ein Mittelding aus meiner Ibanez JEM und einer Fender Highway-Strat, um auf der Bühne nicht so oft das Instrument wechseln zu müssen. Nur leider konnte sie meine Erwartung nicht im Geringsten erfüllen. Schon zu Hause, alleine spielend, suchte ich vergeblich nach dem Strat-typischen TWÄNG.

Und auch der S1-Switch, also dieser ominöse Schalter im Volume-Poti macht das Ganze eigentlich nur noch schlimmer. Angeblich soll man dadurch nur noch mehr Sound-Möglichkeiten haben, eine unendliche Klangvielfalt also. Mitnichten, den Schalter kannst Du getrost ignorieren. Im Band-Kontext kommt diese Schwäche nur noch mehr zum Tragen. Fast egal, welche Schalterposition, alles klingt irgendwie muffig und viel zu mittig, bäh.

Ich konnte es irgendwie nicht glauben und stattete dem Musikhaus persönlich einen Besuch ab, die Gitarre im Schlepptau, mit der Absicht vergleichbare Modelle und auch die o.g. Gitarrenmodelle vor Ort persönlich zu testen. Mein kongenialer Gitarrenkollege Jan begleitete mich, nicht zuletzt weil er selber ein gut geschultes Ohr dafür hat, wie eine Strat klingen sollte. (we fight the Strat all night, right?!)

Der Witz war, die mir zugesandte Klampfe war nicht irgendwie kaputt, sondern die anderen Exemplare gleicher Bauart klangen genauso, langweilig. Am meisten hat mich enttäuscht, dass auch die Performers und Professionals nicht besser klangen und auch irgendwie nicht "griffig" genug waren, ich weiß nicht wie ich es anders ausdrücken soll.

Dabei wären alle diese Modelle, Performer, Professional und Elite top ausgestattet gewesen. Pickups mit aktuellem Entwicklungsstand, moderne C-Hälse und was weiß ich noch alles, aber an der Highway kamen sie einfach nicht vorbei, ganz und gar nicht. Irgendwann sind wir dazu übergegangen auch nicht ST-Modelle anzuspielen und sind dann einhellig bei einer Fender Baja Telecaster hängengeblieben. Die wärs gewesen, aber ich bin kein Tele-Fan, in diesem Fall leider.

Am Ende habe ich die Elite zurückgegeben, obwohl ich mich zu Beginn auf die Gute so gefreut habe, wie lange nicht mehr auf Weihnachten. Das Musikhaus war diesbezüglich sehr verständnisvoll, außerdem gabs ja eh die 60-Tage Money-Back Option. Allerdings wunderte ich mich ein wenig, warum man bei einem kaufwilligen Kunden überhaupt nicht versucht hat, ihm etwas gleichwertiges oder zumindest irgendeine Gitarre stattdessen zu verkaufen.

Fazit: Es braucht keine hochpreisige Markengitarre. Ist schon lustig, denn das war mir auch vorher schon bewusst, nur so recht glauben wollte ich es nicht, und außerdem schauen die immer so toll aus, gerade das Tobacco Sunburst, zum Ablecken. Aber entscheidend ist nun mal der Klang. Nebenbei, stimmstabil war sie auch nicht, obwohl ein Sattel (engl. nut) mit diesen Besenreißern wie 09-42er Saiten eigentlich gut klarkommen müsste, ohne dass bei jedem Tremolo-Einsatz die Saiten daran hängenbleiben.

Was solls, ich bin mit meinen aktuell 9 Klampfen sehr glücklich, sie werden auch alle regelmäßig bespielt. Die Elite sollte die letzte sein, die ich mir je gekauft hätte. Nuja, jetzt hab ich ja noch einen Platz frei. Wer weiß, Andy Timmons' Ibanez Signature Modell scharrt schon mit den, äh.. Saiten.


NACHTRAG
Das Musikhaus hat das Geld zügig zurücküberwiesen und Dank Paypal war das Geld am nächsten Tag später wieder auf meinem Konto. Top!

Mittwoch, 29. April 2009

TOMMY EMMANUEL

Gestern abend war ich mit JOERG im Konzert des Gittarristen TOMMY EMMANUEL im wunderschönen MÜNCHENER PRINZREGENTENTHEATER!

TOMMY EMMANUEL ist offensichtlich einer der besten Akustikgitarristen weltweit, was er gestern eindrucksvoll bewiesen hat. Es ist unglaublich, der Mann braucht keinerlei musikalische Unterstützung auf der Bühne, er macht alles selbst. Hier mal ein Schlagzeugsolo, da mal einen Walking Base mit Jazz Schlagzeug-Begleitung, und meistens zwei Gitarren, aber am Ende sieht man immer nur diesen erstaunlichen, lustigen und äußerst charismatischen Mann auf EINEM Instrument spielen, der alles aus der Gitarre holt, was geht!

Im Mittelalter hätten sie ihn wahrscheinlich verbrannt, weil er wie der Teufel spielt. Wenn man TOMMY so spielen und reden hört kann man sich gut vorstellen, dass dies das einzige ist, was er in seinem Leben tun will und ich hoffe, dass er das noch lange tut.